Die Septemberwanderung der Wandergruppe
Schwebezeug, Wies'ngaudi und Retro-Treter
Mit insgesamt neun Teilnehmern war die Wandergruppe, die sich am 26. September Richtung Bergisches Land auf den Weg machte, vergleichsweise überschaubar, was dem Spaß jedoch keinen Abbruch tat. Die Tour startete etwas oberhalb von Schloss Burg in Solingen, von dort aus ging es auf eine Rundtour von knapp 12 Kilometern (250 Höhenmeter).
Erster Wegpunkt war das Gefallenendenkmal am Steinweg, bei dem zwei Mahnmale an die Opfer des 2. Weltkriegs sowie die Gefallenen des Bergischen Feldartillerieregiments im 1. Weltkrieg erinnern. Danach führte der Weg zunächst zum achteckigen und im neuromanischen Still gestalteten Burger Diederichstempel, der 1896 von August Diederich, dem Direktor eines Schweizer Internats, gestiftet wurde und gemäß der Verfügung des Stifters zu allen Tages- und Jahreszeiten für die Öffentlichkeit zugänglich sein soll.


Vorbei an der etwas skurril wirkenden Freiluftausstellung ausgedienter Wander- und Arbeitsschuhe in Höhrath war das nächste Zwischenziel die 1903 fertiggestellte Sengbachtalsperre, die als eine der ältesten Talsperren Deutschlands die Bevölkerung Solingens mit Trinkwasser versorgt.
Von dort aus führte der Weg hinunter ins Tal der Wupper, mit einer Länge von 117 km der längste Fluss des Bergischen Landes, dessen Namensgebung übrigens nicht auf die Landschaftsform, sondern das Territorium der Grafen (11. Jh.) und späteren Herzöge von Berg (19. Jh.) zurückgeht.
Nach der Mittagsrast beim Wies'nfest auf dem Campingplatz in Glüder 
führte der Rückweg rechts und links aufwärts der Wupper zunächst nach Unterburg und von dort entweder mit dem Sessellift oder in Serpentinen hinauf zu Schloss Burg, der Stammburg der Grafen und Herzöge von Berg und eines der prägnanten Wahrzeichen des Bergischen Landes.


Für die abschließenden Einkehr bei bergischen Waffeln bot sich der Biergarten eines Cafés auf dem Schlossgelände an. Dem Angebot wurde gerne entsprochen.
Text und Fotos: Jürgen Hensel