Das Sportzentrum Niederpleis ist aktuell wegen Deckenschäden gesperrt. Aufgrund der Schließung der Halle wird die Volleyball Damenmannschaft in Hangelar trainieren, sodass der Volleyballspieltreff voraussichtlich bis Ende des Jahres nicht stattfinden kann.
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Der neue Wanderplan 2020

Liebe Aktive, Freunde und Gönner der Wandergruppe des TV Hangelar,

heute möchten wir Euch unseren neuen Wanderplan für das Wanderjahr 2020 vorstellen. Unsere kleine Arbeitsgruppe hat versucht, Euch wieder ein abwechselungsreiches Programm zu präsentieren.

Auffällig ist sicher gleich der Hinweis auf unseren neuen Treffpunkt. Die meisten von Euch kennen ja die S-Bahn Haltestelle Hangelar-Ost. Sie befindet sich an der Bruno-Werntgen-Strasse in Sankt Augustin Hangelar. Dort gibt es ausreichend kostenlose Parkmöglichkeiten und bei regnerischem Wetter kann man sich gut unter ein Glasdach der Haltestelle begeben. Die 2019 eingeführte Beginnzeit von 11:00 Uhr für Wanderungen an Samstagen hat sich bewährt und soll beibehalten werden.

Dankbar sind wir wieder den Mitgliedern unserer Gruppe, die uns angeboten haben, selbst eine Tour zu organisieren und zu führen. In Zukunft möchten wir mehr und mehr auf Eure Mitwirkung zählen. Nur so können wir auch in Zukunft "personell" einen reichhaltigen und abwechslungsreichen Wanderplan präsentieren.

Hingewiesen sei an dieser Stelle nochmals auf unsere Abschlusswanderung „Rund um die Doppelkirche von Schwarz-Rheindorf". Am Samstag, den 14. Dezember, geht es rund um die Doppel­kirche von Schwarz-Rheindorf inklusive einer fachlich begleiteten Erkundung der Kirche nach der Renovierung. Wir treffen uns um 11 Uhr am Haus der Nachbarschaft in Hangelar, wo die Wanderung starten und enden wird.

So, nun viel Spass beim Lesen unseres neuen Wanderplans 2020.
Wir freuen uns wieder auf viele, schöne Wanderungen mit Euch
Eure Maria und Michael Feldhaus

Der neue Wanderplan 2020

Wanderung auf dem Alaunweg im Ennert

33 heimatinteressierte Wanderer kamen zur Wanderung des TV Hangelar mit dem Schwerpunkt „Alaungewinnung im Ennert“. Es war gelungen, den Hobbyheimatforscher Horst Wolfgarten aus Oberholtorf, für eine Führung zu gewinnen. Er hat sich intensiv mit der dortigen Geschichte beschäftigt.

Start war am Parkplatz Ennert. Nach einer kurzen Wegstrecke sieht man dort die Reste des Alaunwerkes „Fuchskul“ sowie die Spitze eines Kamins, versteckt im Gehölz und leider auch unzugänglich. Die Dimensionen dieses Abbaugebietes waren enorm, wie entsprechende Tafeln zeigen. Von 1806 bis 1866 wurden in dem Bereich Niederholtorf-Oberholtorf-Vinxel und Stieldorf im Tage- und Untertagebau große Mengen alaunhaltiger Braunkohle abgebaut, wie man noch an der veränderten Landschaft erkennen kann. In einem besonderen Verfahren wurde der Alaun aus der Kohle ausgewaschen. Er wurde zum Gerben, Färben von Stoffen und Leder und in der Medizin verwendet. Alaun war bis dahin nur teuer aus der Gegend von Lüttich zu beziehen. Der Industrielle Leopold Bleibtreu war für diese Bergbauanlagen verantwortlich, auf denen zeitweise 500 Arbeiter beschäftigt waren. Die Gruppe wanderte durch den herbstlich bunten Wald auf einem Teilstück des „Natursteigs Sieg“ oberhalb des Dornheckensees, des Blauen Sees bis zum Aussichtspunkt Rabenlay. Von dort blickt man in das Rheintal, auf Bonn und auf die Fundstelle „Oberkasseler Mensch“.

Bei herrlichem Sonnenschein erreichten alle bald Oberholtdorf, mit einer weiteren Besonderheit: Der durch Steine markierte Grundriss einer frühmittelalterlichen Saalkirchenanlage. Horst Wolfgarten hatte Ende des letzten Jahrhunderts für die Grabungen gesorgt. Dabei entdeckten die Archäologen durch Radiokarbonuntersuchungen, dass im Jahre 1020 die Beisetzungen von zwei Kindern in der Kirche - ein Grab aus Tuffstein - und einem weiteren Kind an der äußeren Kirchenmauer erfolgten. Die Gebeine lagern nun beim Amt für Denkmalpflege in Overath. Die Kirchenmauern wurden im Laufe der Jahre Stein für Stein abgetragen. Seit 1075 wurde das Areal vornehmlich zu Wohnzwecken genutzt. Ein besonderer Dank ging an Herrn Wolfgarten, der alle an seinem enormen Wissen teilnehmen ließ.

Dezember 2019 - Alaunweg

Wanderung auf dem Alaunweg im Ennert

„Der Brexbachschluchtweg“, eine Herbstwanderung mit dem TV Hangelar

2019 Oktoberwanderung Brexbach TunnelAuch ein Temperatursturz in der Nacht und permanenter „Nieselregen" konnte 9 Wanderer des TV Hangelar nicht davon abhalten, sich unter der Führung von Maria Feldhaus auf eine ca. 16 km Wällertour durch das herrliche Brexbachtal zu begeben. Ausgangspunkt war der kleine Ort Grenzau, vielen bekannt als Tischtennishochburg und Olympiastützpunkt. Zunächst wanderte man durch den gepflegten Ort, der besonders durch seine Keramikskulpturen auffällt, die auf die westerwälder Töpfertradition hinweisen. Ein anspruchsvoller Anstieg führte die Gruppe zunächst hinauf zur Burg Grenzau aus dem 13. Jh. Auffällig ist der dreieckige Bergfried, der in Deutschland einzigartig ist. Da die Burg in Privathand ist und nur in Ausnahmefällen geöffnet wird, war eine Besteigung nicht möglich. Dennoch gab es einen wunderbaren Blick vom sog. Kaiserstuhl, einem vorgeschobenen Felssporn, weit in das bewaldete und herbstlich gefärbte Brexbachtal. Nach einem steilen Abstieg in die Schlucht wanderte man entlang dem Brexbach und kreuzte des Öfteren eine stillgelegte Bahnstrecke. Man staunte über deren beeindruckende Viadukte und bewunderte den Teufelsbergtunnel. Alles sah so aus, als wenn gleich wieder ein Zug hier fahren könnte. Schließlich ging es wieder steil bergan auf den felsigen Teufelsberg. Auch hier oben hatte man einen sehr schönen Überblick über das Tal. Nicht mehr lange, und man verließ die Waldwege um eine weite Weidelandschaft zu durchqueren. Hier traf die Gruppe auf eine große Herde von Angusrindern, die sich offensichtlich in dem nunmehr recht frischen, typisch westerwälder Klima, sehr wohlfühlten. Hinter dem Ort Alsbach ging es wieder bergab ins Tal zurück. Nun war es nicht mehr weit bis zum Ausgangspunkt. Durch die Zeitumstellung wurde es auch schon langsam dunkel. Im Restaurant „Zur Drehscheibe" standen heiße Getränke und leckerer Kuchen bereit, so dass es allen schnell wieder warm wurde. Trotz der teilweise feuchten Witterung waren sich alle einig: „Schön, dass wir mitgewandert sind".

„Der Brexbachschluchtweg“, eine Herbstwanderung mit dem TV Hangelar

Unterwegs auf dem Fachwerkweg

Oktoberwanderung 2019 Die diesjährige Septemberwanderung führte die Wandergruppe des TV Hangelar über den Fachwerkwanderweg, rund um Ruppichteroth. Dieser Bergische Streifzug hatte nicht nur weite, sensationell schöne Aussichten, sondern überzeugte auch mit historischen und naturkundlichen Themen. Das Bergische Land wird durch Fachwerk und Schieferfassaden geprägt. Speziell auf diesem Wanderweg konnte man auf div. Hinweistafeln den Werdegang, Anekdoten und viel Wissenswertes rund um die Fachwerkbauweise, das Zimmermannsdasein und das Werken mit Holz erfahren. Die Wandergruppe war an diesem Samstag mit über dreißig Teilnehmern „auf der Walz". Die Verbundenheit mit den Zimmerleuten und ihrer Arbeit mit Holz begleitete die Wanderer auf dem fast 12 km langen Weg. Unterwegs wurde von Monika Merkel erklärt, wie aus Balken, Ruten und einem Gemisch aus Lehm und Mist eine Fachwerkwand entstanden ist, ohne Eisennägel und Schrauben. Der unmusikalische Bergische Dreiklang: „Schwarze Balken und Schiefer, weiß gekalktes Gefache und grüne Fensterläden", war oft zu sehen. Auch das Wolkenspiel an diesem Tage mit den unterschiedlichsten Farben und Lichtverhältnissen war faszinierend. Ein klein wenig Regen konnte die Wanderer auf dieser Tour nicht abschrecken. Fachwerkhäuser mit den unterschiedlichsten Fassaden, konnten immer wieder bewundert werden. Seit über 1000 Jahren prägt diese traditionell nachhaltige und ökologische Bauweise unsere Kultur. Lehm ist in der Lage, Feuchtigkeit aufzunehmen und abzugeben, dadurch wirkt er konservierend und Schädlinge überleben nicht. Die Vielfalt der Streben, Stützen und Kreuze bilden sogenannte: „Mannfiguren". Verzierungen, Sprüche, Bibelverse, Jahreszahlen sind über den Eingangstüren zu finden. Die „Walz" der Wandergruppe war an diesem Tag am späten Nachmittag zu Ende, anders als die der jungen Zimmermänner, die 3 Jahre und einen Tag unterwegs waren. 

Oktoberwanderung 2019

Text u. Foto: Monika Merkel

Unterwegs auf dem Fachwerkweg

Der TV Hangelar beim Sterntreffen in Willingen

Sterntreffen 2019Die Wandergruppe des TV Hangelar, die gleichzeitig ein Zweigverein des Westerwald-Vereins ist, war auch in diesem Jahr beim Sterntreffen in Willingen / Hoch- Westerwald vertreten. Bei schönstem Wanderwetter erlebten die Wanderer den Westerwald von seiner schönsten Seite. Am Ende der Veranstaltung bekam der Leiter unserer Wandergruppe, Michael Feldhaus, den obligatorischen Fahnenwimpel überreicht.

Der TV Hangelar beim Sterntreffen in Willingen

Augustwanderungen der Wandergruppe

Die Wandergruppe des TV Hangelar war im August besonders aktiv: Mitte des Monats traf man sich auf Einladung der Wanderfreunde Herdorf, um die alljährlich stattfindende Freundschaftswanderung durchzuführen. Diesmal ging es nach Kirchen/Sieg. Dort wurde die Gruppe von zahlreichen Wanderern empfangen. Unter der Leitung von Heinz Lorenz ging es dann auch gleich los, erst an der Sieg entlang, dann durch wunderschönen Buchenwald. Obwohl die Wettervorhersage Dauerregen ankündigte, gab es unterwegs nicht einen Schauer. Gut gelaunt meisterte man auch den Anstieg zur Freusburg, in der heute eine Jugendherberge untergebracht ist. Nach rund 11 km erreichte man wieder den Bahnhof Kirchen. Die beiden Leiter der Wandergruppen hoben bei der traditionellen Schlussrast noch einmal die freundschaftliche Verbundenheit hervor und wünschten sich noch viele solcher gemeinschaftlichen Aktionen.

Wanderung mit den HerdorfernDie zweite Wanderung ging dann am letzten Augustwochenende zwar wieder an die Sieg, diesmal jedoch mit wesentlich mehr Streckenlänge. Das Ehepaar Botz aus Hennef hatte den sog. „Dreitälerweg Hennef" vorbereitet. Start war am Bahnhof Stadt Blankenberg. Zunächst ging es durch die abwechslungsreiche Kulturlandschaft der Siegaue. Über einen wunderschön gelegenen Pfad unterhalb des Stachelbergs gelangte die Gruppe in die Weidelandschaft des UNION Gestüts. Glücklicherweise verliefen die Wege überwiegend im Schatten. So war die Hitze erträglich. Man erreichte das Kloster Schloß Merten und bewunderte dieses neobarocke Kleinod. Danach wanderte man über die Siegbrücke in das Krabachtal. Hier gab es saftig grüne Wiesen. Durch das Ravensteiner Bachtal ging es dann Richtung Süchterscheid. Am höchsten Punkt der Wanderstrecke gab es im Schatten einer Schutzhütte die Mittagsrast. Danach ging es hinunter in das idyllische Ahrenbachtal. Ein steiler Anstieg führte schließlich hoch zur Stadt Blankenberg. Während sich ein Teil der Gruppe noch die interessante Skulpturenausstellung auf dem Burggelände anschaute, zog es die Mehrheit jedoch direkt in ein Café. Gut gestärkt stellte man fest, dass es immerhin 18 km Strecke geworden war.Trotz der Hitze war es ein wunderschöner Tag.

August Wanderung

Bericht: Michael Feldhaus

Augustwanderungen der Wandergruppe

Juliwanderung "Sieghöhenweg" der Wandergruppe

Die Wandergruppe des TV Hangelar war am Samstag, den 27.Juli 2019 auf "ihrem" Sieghöhenweg (wenigstens auf einem Teilstück), einem Hauptwanderweg des Westerwaldvereins, unterwegs. Elf Wanderer und Wanderinnen begannen in Söven die Tour, bergab ging es durch das Rosenbachtal nach Lanzenbach. Gleich am Ortseingang hat vor Jahren die Dorfgemeinschaft einen sehr schönen Rastplatz errichtet. Wir hatten ihn schon früher ab und zu genutzt. Heute begutachteten wir ihn nur und bemerkten, die anfänglichen „Bauwunden" sind von der Natur völlig beseitigt worden. Kurze Pause dann bei einem Steinmetz. Auch diesen Ruheplatz kannten wir. Wie auf einer Ausstellung sind alte und moderne Arbeiten am Rande der Straße aufgestellt. Wir kamen mit ihm ins Gespräch und erfuhren Interessantes über seine Arbeit.

Weiter dann zur Hammermühle. Mehrere alte Mühlsteine sind Zeugen der früheren Nutzung. Nun mussten wir wieder auf die Höhe nach Hofen. Belohnt wurden wir mit einer herrlichen Fernsicht in den Westerwald. Hofen, früher ein kleines unbekanntes Dorf, heute alles auf Pferde ausgerichtet, Stallungen, große Koppeln, Pferdepensionen, naja und natürlich jede Menge Pferde. Alles zusammen, sicher ein neues solides Standbein für die Einwohner und bekannt bei den Pferdebesitzern im weiten Umkreis. Schon auf dem Rückweg, noch eine kurze Rast am Gutshof „Hommerich". Auch hier wurden wir freundlich begrüßt und zur Rast eingeladen. Keine lange Wanderung, trotzdem war sie für uns bedeutungsvoll. Unser Wanderführer erklärte auch warum, denn vor fast genau 15 Jahren wurde die Verlängerung des Sieghöhenweges von Stadt Blankenberg bis zur Siegfähre offiziell eingeweiht und vom Vorstand des Westerwaldvereins zur Pflege und Wartung an den TV Hangelar übergeben.

 

Juli 2019 Sieghöhenweg

Juliwanderung "Sieghöhenweg" der Wandergruppe

Juniwanderung "Grube Georg" der Wandergruppe

Laut Wetterbericht sollte es an diesem Sonntag schwül, heiß und bis 35 Grad werden. Eigentlich kein Wetter, um eine ausgiebige Wanderung zu machen. Trotzdem fanden sich 12 Wanderer des TV Hangelar am Treffpunkt ein, um unter der Leitung von Maria Feldhaus in den Westerwald zu fahren. Zunächst war die „Grube Georg" in Willroth das Ziel. Vielen ist der markante Förderturm an der A3, Abfahrt Dierdorf bekannt. Erwartet wurde die Gruppe dort von dem bekannten Heimatforscher Albert Schäfer. Sein Vater war noch aktiver Bergmann in dieser Erzgrube gewesen. So bekamen die Wanderer viele Details und Anekdoten aus erster Hand: Die Eisenerzförderung in dieser Region hat eine über 1000-jährige Tradition. Als Besonderheit gilt, dass der sog. „Erzgang", also die eisenerzhaltige Gesteinsader, nahezu senkrecht aus der Erde kommt. Zunächst im offenen Tagebau, in den sog. „Pingen" wurde das Gestein gefördert. Als das techn. nicht mehr möglich war, erbaute man 2 Förderanlagen. Der Schacht II, mit dem heute noch stehenden Förderturm von 56 m Höhe ging bis auf 913 m „Teufe" hinunter. Obwohl das hiesige Eisenerz von einer ausgesprochen hohen Güte war, wurde am 31.03.1965 auf Anraten von Ludwig Erhard die Förderung eingestellt. Die Eisenerzgewinnung in dieser Grube sei einfach zu unwirtschaftlich. 550 Bergleute wurden arbeitslos. Heute ist diese Anlage eine Touristenattraktion und kann zu bestimmten Zeiten besichtigt werden. Unsere Wanderer hatten zum Abschluss das tolle Erlebnis, bis oben zum Rad aufsteigen zu dürfen. Ein traumhafter Blick über die sonnenbeschienene Landschaft entschädigte für die vielen Treppenstufen, die zu erklimmen waren.

Grube Georg Juni 2019

Nach fast 2 Stunden ging es dann weiter ins nahgelegene Grenzbachtal. Rund 15 km schönster Wanderweg durch Buchenwald und freie Felder war zurückzulegen. Die Temperaturen waren zwar extrem und viel Wasser wurde getrunken. Dennoch war vorherrschende Meinung, dass es immer noch schöner sei, hier zu wandern, als in abgedunkelten Räumen daheim zu schwitzen. Zum Schluss erreichte man ein wunderschön gelegenes Café, wo man sich wieder stärken konnte und den Wasserverlust schnell wieder auffüllte.

Juniwanderung "Grube Georg" der Wandergruppe

Maiwanderung "Erpeler Ley" der Wandergruppe

14 gut gelaunte Wanderbegeisterte des TV Hangelar starteten Ende Mai, bei schönstem Wanderwetter in Unkel ihre Wanderung „Rund um die Erpeler Ley". Das erste Ziel in der, ehemals an einer Handelsstraße gelegenen Stadt mit schönem Fachwerk, war die Pfarrkirche St. Pantaleon. Auf dem Kirchhof umgeben viele alte Steinkreuze, teils aus dem 16. Jahrhundert, die heutigen Grabstellen wie ein schützender Zaun. Hier gibt es seit 2010 eine besonders gestaltete Gedenkstätte für Sternenkinder. Im Innern der spätgotischen Hallenkirche gibt es viel zu entdecken. Besonders hervorzuheben ist die Nothelferkapelle mit 14 lebensgroßen Figuren, von Unkeler Bürgern gestiftet. Darunter die Hl. Barbara, Patronin der Bergleute oder Christophorus, Schutzheiliger der Reisenden. Der Namenspatron der Kirche war Arzt unter Kaiser Maximilian um 300 n.Chr. und gilt als Patron der Ärzte und Hebammen. Nach diesem „Heimatcheck" ging es am Rhein entlang und im Bogen auf das rechtsrheinische Schiefergebirge zu. Ein steiler Anstieg führte zum 142 m hohen Stuxberg, ein früher Richtplatz von Unkel. Geologisch gesehen besteht der Berg aus Kalkschiefer eines ehemaligen Ozeans und ist 325 Mio. Jahre alt. Eine kleine Rast ließ Zeit, den Ausblick über die Rheinlandschaft zu genießen und sich vom Proviant zu stärken. Dann führte der Weg, zum Teil auf dem Rheinsteig, weiter bis zur Erpeler Ley. Hier handelt es sich um einen Basaltfelsen vulkanischen Ursprungs mit säuliger Struktur. In römischer Zeit gab es hier einen Steinbruch. Unterirdisch befindet sich ein vermauerter Eisenbahntunnel. Auf dem weitläufigen Aussichtsplateau gibt es verschiedene Denkmäler, die u.a. an die Opfer im Kampf um die Ludendorff-Brücke 1945 erinnern oder eine Zeppelinfahrt 1909.

Erpeler Ley Mai 2019y

Erfüllt von schönen Eindrücken ging es nun auf schmalen Waldwegen abwärts nach Erpel. Wunderschöne Fachwerkhäuser leiteten durch den Ort zum Rheinufer und weiter zum Ausgangspunkt zurück. Nach circa 13 km war eine Schlussrast im Café Krönchen wohlverdient.

 

Maiwanderung "Erpeler Ley" der Wandergruppe

Die Märzwanderung der Wandergruppe

„Was haben wir mal wieder Glück mit dem Wetter"! Diesen Satz hörte man immer wieder, als sich 25 Wanderer der Wandergruppe des TV Hangelar auf den Weg machten, die Wahner Heide mal von ihrer nördlichen Seite her zu erkunden. Vom Parkplatz am Ausflugslokal Bambi in Rösrath ging es auf die rund 12 km lange Strecke. Bald schon erreichte man einen Soldatenfriedhof. Hier deuten verschiedene Grabsteine und ein Denkmal darauf hin, dass an diesem Ort viele russische und andere osteuropäische Kriegsgefangene beerdigt wurden. Nachdenklich geworden ging es weiter. Immer wieder weisen Warnschilder und rote Begrenzungspfosten auf die militärische Vergangenheit dieser Landschaft hin. Für die Nutzung als Truppenübungsplatz durch die belgische Armee wurden ganze Eichenwälder gerodet. Nach dem endgültigen Abzug der belg. Truppen Anfang 2004 begann man damit, die gesamte Wahner Heide zu renaturieren. Das bedeutet, hier alte Tierarten wieder anzusiedeln, wie Ziegen und eine größere Rinderherde. Auch in dieser Jahreszeit ist die Heidelandschaft sehr reizvoll. Der Weg führte durch dichten Wald genauso, wie durch offene Gebiete mit weitem Blick über Heide- und Ginsterbüsche. Wanderführerin Maria Feldhaus hatte diese Tour unter den Begriff „Heimatcheck" gestellt. Immer wieder machte sie an verschiedenen Stellen Halt und erklärte die Besonderheiten am Wegesrand. Da es in der Wahner Heide keine Bänke etc. gibt, lagerte die Gruppe kurzerhand direkt auf der Maikammerwiese an der Nordschleife.

Wahner Heide

Schöner hätte es nicht sein können. Die Sonne wärmte das Gras und die mitgebrachten Brote schmeckten hier besonders gut. Anschließend ging es weiter durch den Geisterbusch. Früher standen hier viele große Wacholderbüsche, die im frühmorgendlichen Nebel etwas „geisterhaftes" an sich hatten. Heute findet man noch vereinzelte Eichen, die sich aber wohl in der offenen Landschaft nicht halten können. Nach gut dreieinhalb Stunden war diese schöne Wanderung beendet. Natürlich kehrte man noch im "Bambi" ein, wo man sogar draußen sitzen konnte.

Die Märzwanderung der Wandergruppe